Die glitzerig funkelnde Lichterzeit oder «Chills, Mama!»

So allmählich weihnachtet es. Mit dem Advent kommt eine Zeit, in der vieles etwas anders ist als sonst. Geheimnisvolles Rascheln hinter geschlossenen Türen, kleine Überraschungen für jeden Tag im Adventskalender, funkelnde Lichter in den Gassen, der Anblick von Rösslitram und festlich geschmücktem Adventsbus, Kerzenschein hinter den Fenstern. Für die Vorweihnachtszeit wünschen wir einander Besinnlichkeit und Frieden. Und doch ist diese Zeit für viele, und gerade für Familien, oft die strengste Zeit im Jahr. Kann man die vorweihnachtliche Zeit gelassener angehen? Man kann. Von Marion Eberhard

Downsizen – weniger ist manchmal mehr

1. Der Adventskranz:

Seit etwa 1860 wird der Adventskranz aus Tannengrün gemacht. Traditionell wird der Adventskranz mit roten Kerzen geschmückt. Aber auch Kerzen in den vier Farben violett, rot, rosa und weiß sind verbreitet. Wer nicht kranzen kann oder möchte, stelle vier schöne dicke Kerzen in eine Schale, drapiere etwas Tannengrün, Efeu oder Weihnachtsschmuck darum herum – und freue sich über seinen schlichten Freestyle-Adventskranz.

2. Der Adventskalender:

Wenn es ein selbstgemachter ist: Er muss nicht schon am 1. Dezember ganz fertig sein, im Fall. Er kann auch laufend ergänzt werden – nicht jedes Säckli, Schublädli, Fensterchen oder Söcklein muss schon von Anfang an gefüllt sein! Wer noch ein paar tolle Husch-husch-Ideen für den Inhalt sucht, ist hier gut beraten: Adventskalender-Ideen

3. Die Weihnachtsguetzli:

Auch selbstgemachte Guetzli können ja mit fortschreitendem Alter der Kinder rasch gebacken werden. Und zum Guetzlen mit kleinen Kindern gibt es spezielle Ausstecher mit Ausdrücker. Wenn man zwischendurch etwas schneller vorwärts kommen möchte, sind Guetzli-Schablonen mit Vielfachstecher eine nette Hilfe. Und vielleicht müssen es ja gar nicht unbedingt sieben verschiedene Sorten Guetzli sein? Sondern nur eine oder zwei, dafür unterschiedlich verziert? Oder zur Abwechslung ganz einfach mal Mailänderli mit Orangenaroma… Wenn es richtig schnell gehen soll, kann man es auch mit Blitz-Guetzli versuchen. Än Guätä!

4. Die Geschenke:

Vielleicht ist weniger manchmal mehr. Warum sich nicht mit Bruder, Schwester, Onkel zusammentun und gemeinsam etwas Grösseres schenken, statt viele kleine Geschenke besorgen? Zum Beispiel Verwöhnprogramm – Massage-Abo, Sauna-Eintritt, Ausflugs-Gutschein für gemeinsame Stunden, Yoga-Probeabo, Eintritte ins Fitnesstudio oder Betreuungsgutscheine für die Kinder… Oder: Die Geschenke in Absprache zumindest unter den Erwachsenen ganz weglassen (nein, wir haben das auch noch nicht geshafft). Um den Gschänkliberg unter dem Weihnachtsbaum etwas zu verringern, haben wir an dieser Stelle letztes Jahr einen Gast-Blogbeitrag veröffentlicht. Weitere Geschenk-Ideen gefragt? Zum Beispiel Weihnachts- und Adventsbücher, Spiele sowie ausgewählte Buchtipps von Kindern für Kinder. Und. Die grosse Frage: WAS KÖNNEN DIE KINDER DIESES JAHR BLOSS basteln, kreieren und herstellen, das sich  als Geschenk für Gotti, Götti und Grosseltern eignet? Wir sind inzwischen grosse Fans von Geschenken, die nicht zu dekorativen Zwecken hergestellt werden, sondern welche man essen oder auf andere Weise verwerten kann.

Wir wünschen euch allen eine geruhsame Adventszeit! Oder, wie es aus dem Tochtermund heisst: «Chills, Mama!»

 

By | 2018-12-12T10:49:48+00:00 Dezember 10th, 2018|Familienalltag|0 Comments
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