Sicherheit auf dem Schulweg, Knatsch bei den Hausaufgaben, Freuden und Sorgen mit Kinderfreundschaften – das neue Schuljahr bringt diese Themen wieder in den Familienalltag. Wir haben einige Ideen zusammengstellt, wie Eltern ihre Kinder bei den neuen Herausforderungen unterstützen können.

Der erste Schultag nach den Sommerferien – für die Kinder ein Neuanfang, für viele gar ein ganz neuer Abschnitt. Vielleicht ist es der Schritt in ein ganz neues Universum: der Eintritt in Kindergarten, Schule oder Oberstufe. Vielleicht steht ein Stufen- und damit Lehrerwechsel an, auf jeden Fall prägt ein neuer Stundenplan den Alltag. Der Schulbeginn mit Veränderungen im Familienleben verbunden.

Bis sich der Alltag (wieder) eingependelt hat, braucht es Zeit, Geduld und Verständnis. Mindestens bis zu den Herbstferien, so eine Faustregel, dauert die erste Angewöhnungsphase. Oftmals aber auch deutlich länger. Wann kann das Kind den Kindergarten- oder Schulweg ohne Begleitung prestieren? Wann zeichnen sich erste Freundschaften ab? Wie soll man den Rhythmus gestalten, damit die Hausaufgaben nicht jedes Mal zu einem Theater führen.

Die Kinder müssen sich an den neuen Tagesablauf gewöhnen, sich in einer neuen Klasse zurechtfinden und ihren Platz suchen, neue Lehrpersonen kennenlernen, mehr Schulstoff bewältigen und sich im sozialen Gefüge zurechtfinden. Kinderfreundschaften unterscheiden sich stark von Freundschaften unter Erwachsenen. Häufig sind sie unverbindlich und Zweckgemeinschaften. Man wohnt im selben Quartier, hat ähnliche Interessen und bietet einander einen gewissen Schutz.

Bei jüngeren Kindern sind Freunschaften oft kurzfristig und spontan und ebenso rasch vergessen, wie sie entstanden sind. Die Vorlieben können von Tag zu Tag wechseln. Für Eltern nicht immer einfach zu durchschauen. Wenn ein Kind soziale Schwierigkeiten in der Schule hat, ist das Wort «Mobbing» oft nicht weit. Aber nicht alles ist Mobbing. Die Mobbing-Expertin Christelle Schläpfer bietet auf ihrer Website neben persönlicher Beratung auch viel Wissenswertes zum Thema.

Tipps für Eltern von der Pro Juventute für einen gelungenen Schulanfang

  • Bereiten Sie Ihr Kind auf den ersten Schultag vor. Freuen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind auf den Kindergarten- oder Schulanfang. Ein Neubeginn löst unterschiedliche Gefühle aus und in die Vorfreude mischen sich auch mulmige Gefühle.
  • Helfen Sie Ihrem Kind, diesen Neubeginn zu meistern, denn der Schulanfang bringt viele Veränderungen. Es gilt Neues zu lernen und neue Freunde zu finden.
  • Haben Sie Geduld und zeigen Sie Verständnis, damit sich Ihr Kind an die neue Situation gewöhnen kann. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind genügend Erholungszeiten hat.
  • Seien Sie auch gewappnet, dass Sie Enttäuschungen auffangen und Ihr Kind auch mal durch schwierige Phasen begleiten müssen.
  • Bei jungen Kindern sind Freundschaften oft bloss zweckgebunden und dauern nur kurz. Erst mit der Zeit bildet sich zwischen Freundinnen und Freunden auch eine emotionale Verbundenheit.
  • Wichtig ist, dass Ihr Kind seine Freunde selber aussuchen darf und Sie sich möglichst wenig in Freundschaften einmischen.
  • Kinder, die gelernt haben, offen auf andere zuzugehen, knüpfen leichter Kontakt mit Gleichaltrigen.
  • Malen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind aus, wie es sein wird, mit dem Kindergartenstreifen loszuziehen oder was es in der Schule alles lernen möchte. Indem Sie Gelassenheit und Zuversicht ausstrahlen, stärken Sie das Selbstvertrauen Ihres Kindes.
  • Hilfreich ist auch, wenn Ihr Kind spürt, dass Sie beispielsweise die Lehrpersonen akzeptieren, Lernen spannend finden und sich für den Schulalltag interessieren.
  • Seien Sie sich bewusst, dass Sie Ihr Kind zwar begleiten und unterstützen, aber nicht davor bewahren können, dass es im Kindergarten, in der Schule auch Enttäuschungen geben kann. Trauen Sie Ihrem Kind zu, seinen Weg alleine zu meistern.
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Aufgaben ohne Streit – hier die Eltern-Tipps:

Ufzgi? Warum soll ich die machen? Und warum jeden Tag? Und warum jetzt? Ich habe aber keine Lu-hust!!! Damit das Aufgaben-Machen nicht jeden Tag zum Streitpunkt wird, hier einige Tipps von Sofatutor.com, was die Eltern dazu beitragen können. Mehr Tipps und Tricks zu Hausaufgaben und Lernmotivation findet ihr bei Sofatutor.com,Mit-Kindern-lernen und im Hausaufgaben-Themendossier bei Fritz und Fränzi.

  • Die Hausaufgaben sollte ein Kind nicht zu spät am Tag machen. Wenn es bereits müde ist, werden die Hausaufgaben zum Kampf, weil das Kind sich nicht mehr richtig konzentrieren kann. Je nach Kind empfiehlt es sich sogar, die Aufgaben bereits über Mittag zu erledigen und sich nach der Schule am Nachmittag ganz dem Feierabend hinzugeben.
  • Eltern sollten darauf achten, dass ihr Kind für die Hausaufgaben die optimale Voraussetzung vorfindet. Das heisst, es sollte für absolute Ruhe und Ordung gesorgt sein.
  • Natürlich sollte ein Kind ein paar Hobbys haben, die als Ausgleich zur Schule und zum Lernen dienen. Aber der Tag sollte nicht voll von Terminen sein. Sonst kann Ihr Kind die Hausaufgaben nur mit Zeitdruck erledigen.
  • Sitzen Eltern während der gesamten Hausaufgaben neben ihrem Kind, kann das unnötigen Druck aufbauen. Besser ist es, in der Nähe zu bleiben und sich mit etwas anderem zu beschäftigen. So vermitteln Eltern ihrem Kind, dass sie ihm vertrauen und daran glauben, dass es die Hausaufgaben alleine schafft, dass sie aber in der Nähe sind, wenn das Kind Fragen hat.

Sicherheit auf dem Schulweg

Tipps vom Experten für Gewaltprävention, wie ihr eure Sprösslinge auf diesen Gang in die grosse weite Welt vorbereiten könnt. Andy Börsig ist WingTsun-Lehrer und Gründer der Winterthurer WingTsun Schule und bietet Schulungen zum Thema Gewaltprävention an.