Wenn sich die Altstadt in einen riesigen Festplatz verwandelt und Bahnen, Musik und Festbetrieb die Gassen füllen, ist wieder Albanifest-Zeit. Am kommenden Wochenende feiert Winterthur sein grösstes Stadtfest.

Seit Montag wird aufgebaut: Das Riesenrad auf dem Neumarkt ist eine der ersten Chilbibahnen, die für das Albanifest aufgestellt werden. Am Freitag ist es dann so weit und die Winterthurerinnen und Winterthurer feiern das grosse jährliche Stadtfest der Vereine. Zum 53. Mal wird heuer die gesamte Altstadt übers Wochenende vom Festtaumel erfasst, unzählige Buden, Festwirtschaften, Chilbibahnen, Ess- und Vereinsstände und verschiedene Konzertbühnen reihen sich aneinander und und lassen nicht nur Kinderherzen hüpfen.
Und wie immer: Zur Eröffnung und speziell für die Kinder fahren am Freitagabend alle Bahnen auf dem gesamten Festareal von 18.00 bis 18.30 Uhr gratis! Und am Sonntag kosten die Bahnen von 10.30 bis 11.00 den halben Preis.

Spiel & Spass heisst es im Stadtgarten am Chinder-Albani. Hier warten familienfreundliche Unterhaltung, genügend Schatten und spezielle Chilbi-Bahnen für die Kleinen am Samstag von 14:00 bis 19.00 Uhr und am Sonntag von 12:00 bis 18:00 Uhr. In der Kaffee-Ecke vom Familienzentrum findet man Kafi für die Eltern und Leckereien für alle. Still- und Wickelmöglichkeiten bietet Doula Winterthur, zudem gibt es kostenloses Kinderschminken, kostenlose kreativ-Angebote wie Mützen bemalen und Wutbälle basteln.

Öffnungszeiten für die grosse Chilbi und das ganze Festareal:
Freitag, 28. Juni 2024:
18.00 bis 3.00 Uhr
Samstag, 29. Juni 2024:
13.00 bis 3.00 Uhr
Sonntag, 30. Juni 2024:
10.30 bis 22.00 Uhr

Der Name des Albanifestes hat übrigens nichts mit «alle-Bahnen-Fest» oder mit Albanien zu tun. Das Albanifest gab es schon 1264: Am 22. Juni 1264 erhielt Winterthur das Stadtrecht. Es war der Namenstag des Heiligen Albanus und die Stadt rief den «Albanitag» aus, der im Laufe der Zeit auf die Sonnenwende am 21. Juni legte. An diesem besonderen Datum versammelte sich die Bürgerschaft danach jährlich um 4 Uhr früh für Wahlen und die Verlesung des Stadtrechts und wichtige Gerichtsurteile und Beschlüsse. Der Höhepunkt war jeweils das Albanimahl: Die Stadt lud alle Bürgerinnen und Bürger zu Wein, Brot und Käse ein und man feierte das Fest der Winterthurer Freiheit und Gemeinschaft mit Musik und Tanz. Dieser Brauch wurde während Jahrhunderten gepflegt.

1799 wurden wurden während der helvetischen Republik solche Feste verboten. Ab 1945 veranstaltete erstmals ein Organisationskomitee wieder den «Albanitag Winterthur» mit den Quartiervereinen der Altstadt und  um den Albanitag herum gab es kleinere Quartierfeste.

1964 feierte die Stadt Winterthur mit einem grossen Volksfest ihren 700-jährigen Stadtrechtsbrief, in den folgenden Jahren gab es gleich zwei weitere grosse Stadtfeste mit historischem Hintergrund.

1971 fand dann das erste «Albanifest» statt, wie wir es heute kennen. Nicht zuletzt dank der Beteiligung vieler Vereine wurde das Albanifest bald wieder zum grössten und sehr beliebten Winterthurer Brauchtums-Event.